Brand einer Lithium-Batterie

Brandeinsatz > Industriebetrieb
F - Gewerbe
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Einsatzort Details

Jülicher Straße - Alsdorf/Hoengen
Datum 24.10.2018
Alarmierungszeit 14:38 Uhr
Einsatzende 16:20 Uhr
Einsatzdauer 1 Std. 42 Min.
Alarmierungsart Funkmelder + SMS Alarmierung
eingesetzte Kräfte

Löschzug Hoengen
Hauptamtliche Feuerwache
  • Alsdorf 01- KdoW -01
  • Alsdorf 01- HLF20 -01
  • Alsdorf 01- DLK23 -01
  • Alsdorf 01- RTW -01
Fahrzeugaufgebot   Alsdorf 03- MTF -01  Alsdorf 03- HLF20 -01  Alsdorf 01- KdoW -01  Alsdorf 01- HLF20 -01  Alsdorf 01-  DLK23 -01  Alsdorf 01- RTW -01

Einsatzbericht

Nicht alltäglicher Feuerwehreinsatz in Hoengen: Brand einer Lithium-Batterie

Am heutigen Mittwoch wurde die Feuerwehr Alsdorf gegen 14:38 Uhr zu einem nicht alltäglichen Feuereinsatz auf einem Betriebsgelände im Stadtteil Alsdorf Hoengen alarmiert. Neben der hauptamtlichen Wache, rückten weitere Einheiten des Löschzuges Hoengen, der Fachberater CBRN und Experten des Umweltamtes, zur Einsatzstelle auf der Jülicherstraße aus. Vor Ort angekommen, bestätigte sich die gemeldete Einsatzlage unter besonderen Bedingungen. In einem Forschungs-Container war es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Brand einer Lithiumbatterie gekommen, woraufhin der Notruf abgesetzt wurde. Die Einheiten der Feuerwehr sicherten die Einsatzstelle daraufhin großräumig ab, wodurch eine Vollsperrung der Jülicherstraße erforderlich wurde. Da brennende Lithium-Batterien in Verbindung mit Löschwasser eine chemische Reaktion auslösen und Flusssäure freigesetzt wird, wurde erst nach einer genauen Analyse der Einsatzlage durch den Fachberater CBRN, der Löschangriff unter besonderen Schutzmaßnahmen eingeleitet. Zum Schutz des Grundwassers, wurde das Löschwasser aus dem Container nach Anordnung des Umweltamtes direkt mit größeren Mengen an Bindemittel abgestreut, sodass dieses nicht in die Kanalisation abfließen konnte. Zusätzlich wurde ein Hochleistungslüfter zum Schutz der am Einsatzort befindlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Stellung gebracht, der den Brandrauch außerhalb des einsatztaktischen Bereichs leitete. Zwei Angriffstrupps unter schwerem Atemschutz konnten den Batterie-Brand behutsam mittels zwei C-Rohren schnell löschen. Die Schutzkleidung der Angriffstrupps wurde nach Abschluss der Löschmaßnahmen mit Wasser gespült, um mögliche Rückstände der Flusssäure auf der Einsatzbekleidung ausschließen zu können. Abschließend wurde das Bindemittel mit den kontaminierten Teilen der Lithiumbatterie von einer Spezialfirma eingesammelt und abtransportiert. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand. Nach über einer Stunde konnte die Vollsperrung der Jülicherstraße aufgehoben werden und die Einsatzkräfte der Feuerwehr Alsdorf einrücken.

Quelle: Feuerwehr Alsdorf

 
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