Kellerbrand in Mehrfamilienhaus - Menschenleben in Gefahr


Einsatzkategorie: Brandeinsatz > Wohngebäude
Einsatzart: Feuer SOS
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Einsatzort Details:

Schillerstraße - Alsdorf / Hoengen
Datum: 05.03.2017
Alarmierungszeit: 06:42 Uhr
Einsatzende: 09:00 Uhr
Einsatzdauer: 2 Std. 18 Min.
Alarmierungsart: Funkmelder + SMS Alarmierung
eingesetzte Kräfte :

Löschzug Hoengen
Hauptamtliche Feuerwache
  • Alsdorf 01- KdoW -01
  • Alsdorf 01- ELW -01
  • Alsdorf 01- HLF20 -01
  • Alsdorf 01- DLK23 -01
  • Alsdorf 01- RTW -01
  • Alsdorf 01- LKW -01
  • Alsdorf 01- RW -01
Löschzug 1
  • Alsdorf 01- LF20 -01
Rettungsdienst Kreis Aachen
  • Rettung Würselen 01 - NEF - 01
Polizei
    Fahrzeugaufgebot   Alsdorf 03- HLF20 -01  Alsdorf 03- LF20KatS -01  Alsdorf 01- KdoW -01  Alsdorf 01- ELW -01  Alsdorf 01- HLF20 -01  Alsdorf 01-  DLK23 -01  Alsdorf 01- RTW -01  Alsdorf 01- LKW -01  Alsdorf 01- RW -01  Alsdorf 01- LF20 -01  Rettung Würselen 01 - NEF - 01
    Feuer SOS

    Einsatzbericht :

    Am frühen Sonntagmorgen wurde die Feuerwehr Alsdorf gegen 05.25 Uhr zu einem vermeintlichen Brand in einem Industrieobjekt nach Alsdorf-Kellersberg gerufen. Die automatische Brandmeldeanlage hatte ausgelöst und ein vermeintliches Brandereignis gemeldet. Nach umfassenden Erkundungsmaßnahmen bestätigte sich das Meldebild glücklicherweise nicht.

    Noch während der Aufräumarbeiten wurde der Feuerwehr Alsdorf ein weiterer, bestätigter Brand gemeldet. In einem Mehrfamilienhaus in der Schillerstraße war es zu einem ausgedehnten Kellerbrand gekommen.

    Da nicht bekannt war, ob sich in dem 6-Parteien-Haus noch Personen im Keller oder dem verrauchten Treppenhaus aufhielten, wurde umgehend Vollalarm für alle drei ehrenamtlichen Löschzüge und die hauptamtliche Wache ausgelöst.

    Vor Ort bestätigte sich das Meldebild. Der Kellerbrand war bereits stark ausgeweitet, sodass es zu einer erheblichen Verrauchung des Treppenhauses gekommen war.

    Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte befanden sich noch Bewohner im verrauchten Bereich, welche versucht hatten über das verrauchte Treppenhaus ins Freie zu gelangen. Die Wehrleute führten einen Teil der Bewohner ins Freie, wo diese medizinisch untersucht wurden. Insgesamt drei Personen des betroffenen Mehrfamilienhauses wurden durch den Notarzt gesichtet, mussten jedoch keinem Krankenhaus zugeführt werden.

    Ein Nachbar musste aufgrund einsatzbedingter Aufregung ebenfalls medizinisch betreut werden. Ein Transport zum Krankenhaus wurde auch hier glücklicherweise nicht nötig.

    Unter der Leitung des stv. Wehrführer StBI Markus Dohms wurden unmittelbar zwei Einsatzabschnitte gebildet. Zur Vermeidung einer Rauch- und Brandausbreitung aus dem Keller in das Treppenhaus und darüber liegende Wohnungen wurde im Gebäude eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut. Einsatzkräfte unter Atemschutz verhinderten eine Brandausbreitung in Richtung Treppenhaus und minimierten die Ausbreitung von Brandrauch durch Einsatz eines sog. Rauchvorhangs.

    Da nicht bekannt war, ob sich im oberen Bereich des Treppenhauses noch weitere Personen aufhielten, wurde parallel das Treppenhaus mittels Hochleistungslüftern entraucht und durch einen weiteren Trupp nach Personen abgesucht. Weitere Personen hielten sich nicht mehr im Treppenhaus auf.

    Die übrigen Bewohner, konnten zunächst in ihren Wohnungen verbleiben.

    Der zweite Einsatzabschnitt bildete die aktive Brandbekämpfung in den Kellerräumlichkeiten. Über den rückwärtigen Kellerzugang drangen die Wehrleute unter Atemschutz zur Brandstelle vor. Aufgrund der starken Verrauchung und Hitzeentwicklung gestaltete sich die Brandbekämpfung als schwierig.

    Infolge der starken Hitzentwicklung hatte sich eine im Keller befindliche Wasserleitung aufgelötet und die blanken Stromkabel hingen frei. Infolge des Brandereignisses ist die Stromversorgung zu den einzelnen Wohnungen unterbrochen. Entsprechende Abhilfe wird durch den ebenfalls vor Ort anwesenden Eigentümer erfolgen.

    Das Feuer brachten die Wehrleute zügig unter Kontrolle, während die Nachlöscharbeiten einige Zeit andauerten.Gegen 09.00 Uhr konnten die Alsdorfer Wehrleute ihren Einsatz beenden.

    Einsatzleiter Markus Dohms zeigte sich mit dem Vorgehen seiner Kräfte zufrieden: „Durch die zügige Abschnittsbildung sowie das gute Zusammenarbeiten der drei Löschzüge und der Hauptwache konnte eine Schadenausweitung verhindert und der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden.“ Gleichzeitig warnte Dohms davor, durch verrauchte Treppenhäuser oder Flure den Weg ins Freie zu suchen: „Bereits zwei bis drei Atemzüge des Brandrauchs können zur Bewusstlosigkeit führen. Bei Kellerbränden in Mehrfamilienhäusern sollten die Bewohner daher die Wohnungstüren schließen, in ihren Wohnungen bleiben und am Fenster auf sich aufmerksam machen. Die Kräfte der Feuerwehr werden dann weitere Verhaltensanweisungen geben. Ggf. können feuchte Tücher vor die Wohnungstüren gelegt werden um den Türspalt „abzudichten“ und das Eindringen von Brandrauch weiter zu verhindern.“

    Seitens der Feuerwehr Alsdorf können keine Angaben zur Brandursache oder zur Schadenshöhe gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

    Christoph Simon
    Pressesprecher Feuerwehr Alsdorf

    Medien:
    Michael Weidenfeld
    Einsatzdoku.org

     

     

    sonstige Informationen

    Einsatzbilder

     
     
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