Hydraulisches Rettungsgerät

Mit hydraulischen Rettungsgeräten kann sehr präzise, nahezu lautlos und erschütterungsfrei gearbeitet werden. Dies ermöglicht eine patientengerechte, schonende Rettung, weil psychisch belastender Lärm sowie unnötige Vibrationen vermieden werden.
Spreizer SP40 von Weber Hydraulik
Spreizer

Der Spreizer, auch Rettungsspreizer genannt, wird zum Auseinanderspreizen, zum Beispiel von verklemmten oder deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen verwendet. Er kann auch zum Zusammendrücken oder Anheben verschiedener Materialien benutzt werden.

Durch die multifunktional gestalteteten Spreizerbacken ist es auch möglich in kleinste Spalten zu kommen oder Blech zu schälen. Sie bestehen aus gesenkgeschmiedetem und gehärtetem, scharfkantigem Stahl um den enormen Belastungen Stand zu halten.

Mit einem speziellen Kettensatz eignet sich der Spreizer auch zum ziehen, zum Beispiel um die Lenksäule eines PKW von einem eingeklemmten Fahrer wegzuziehen.

Diese Methode ist jedoch veraltet. Stattdessen werden heute Rettungszylinder eingesetzt, mit denen der gesamte Motorraum nach vorne weggeklappt werden kann.

Einsatzbeispiel von Schere und Spreizer! Keine komplette Technische Rettung!

Im nachfolgenden Beispiel wird eine erste Öffnung an der Tür geschaffen. Durch zusammenpressen des Kotflügels, öffnet sich der Spalt zwischen Kotflügel und Tür.

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In dieser zunächst kleinen Spalte, wird die Türe nach außen gedrückt. Ziel ist hier an das Türscharnier zu gelangen, um es mit dem Spreizer von der Fahrgastzelle zu lösen.
Schere (Cutter) S180 von Weber Hydraulik
Schere

Die Rettungsschere (die korrekte aber kaum verwendete Bezeichnung ist Schneidgerät) dient zum Durchtrennen von Materialien, bei einem Verkehrsunfall beispielsweise zum Abtrennen des Autodaches.

Die immer weiter fortschreitende Verbesserung der passiven Sicherheit im PKW-Bereich bringt durch die in den Fahrzeugen verbauten Materialien und Spezialprofile zusätzliche Probleme für die Feuerwehren mit sich. So sind zum Beispiel die B-Säulen moderner Pkws so stabil gearbeitet, dass Rettungsscheren mit einer max. Druckkraft von über 127,5 t im Einsatz sind. Diese starken Rettungsscheren sind wegen ihres hohen Eigengewichts nicht einfach zu handhaben.

Ebenso wird die Arbeit durch den Einbau zusätzlicher Airbags erschwert, da die pyrotechnischen Gasgeneratoren dieser Einrichtungen beim Durchtrennen explodieren können und somit eine große Gefahr für Umstehende und arbeitende Feuerwehrleute darstellen können

Das nächste Beispiel zeigt den Einsatz der Schere. Ist die Tür entfernt, werden zunächst die A-Säulen an beiden Seiten durchtrennt.
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Jetzt folgen die B-Säulen
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Nun wird ein Schnitt in die C-Säule durchgeführt. Dieser soll das Wegklappen vom Dach unterstützen
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Sind alle Säulen durchtrennt, wird das Dach vorsichtig nach hinten geklappt. Und der Patient kann befreit werden. Hierbei ist auch noch zu erwähnen das keine Arbeiten am Pkw gemacht werden, ohne mit einem Notarzt Rücksprache zu halten.

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Bilder vom Tag der Feuerwehr by Wolfgang Tribbels

Bilder vom TdoT Bettendorf by lz-hoengen


 
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