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Kaminbrand sorgt für Vollalarm

Am gestrigen Sonntagabend wurde die Feuerwehr Alsdorf gegen 22.06 Uhr zu einem Brandeinsatz zu den Gehöften am Schloss Ottenfeld gerufen. Ein Anwohner hatte eine Brandentwicklung in seinem Kamin festgestellt und versucht, diesen mit eigenen Mittel zu löschen. Nach vermeintlich ersten Erfolgen zeigte sich jedoch, dass die Temperatur in den Räumlichkeiten um den Kamin weiter anstieg und der Verdacht nahe lag, dass sich im Kamininneren weitere Brandherde befanden.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte glühte die Kamininnenwandung des Kamins an verschiedenen Fällen in großem Umfang. Unter großer Kraftaufwendung und unter Einsatz von Drehleiter und Kaminkehrerwerkzeug gelang es den Wehrleuten den stark zugesetzten Kamin zu kehren und die glühenden Ablagerungen über die Revisionsöffnung zu entnehmen.

Nach mehrfachen Kehrungen konnten sämtliche Glutnester im Kamininnern beseitigt werden.

Problematisch waren jedoch die gleichbleibenden Temperaturen um die Kaminaußenwandung. Trotz abgelöschtem Kamininnern wurden auch nach einiger Zeit des Wartens an den Außenwandungen Temperaturen zwischen 100 und 120 Grad gemessen. Die Einsatzkräfte mussten davon ausgehen, dass sich der ursprünglich auf den Kamin beschränkte Brand, auf außerhalb des Schornsteins liegende Bauteile ausgeweitet hatte.

Zur Überprüfung der stark erhitzten Bereiche mussten mittels schweren Geräts Deckenteile zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss entfernt werden. Nach Freilegung der Holzelemente wurde festgestellt, dass jedenfalls auf einer Seite ein tragender Holzbalken einen starken Abbrand aufwies. Der Brand im Kamininnern hatte sich auf umliegende Balkenteile fortgesetzt.

Die Einsatzkräfte löschten die vorgefundenen Brandnester ab und kontrollierten die kritischen Bereiche erneut. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Feuer- bzw. Hitzebrücken zwischen Kamin und sonstigen Bauteilen bestanden, verblieb eine Brandsicherheitswache bis in die frühen Morgenstunden am Einsatzort.

Um eine umfassende Löschwasserversorgung sicherzustellen, mussten die Wehrleute eine Schlauchleitung über eine „lange Wegestrecke“, namentlich über die gesamte Länge der Ottenfelder Allee bis hin zur B 57, verlegen.

Da an der Einsatzstelle die Löschzüge I und II eingesetzt waren, wurde der Löschzug III aus Alsdorf-Hoengen ebenfalls alarmiert um auf der Feuer- und Rettungswache in Alsdorf den „Grundschutz“ für potentielle Paralleleinsätze im Stadtgebiet sicherzustellen.

Insgesamt waren so ca. 40 Einsatzkräfte mehrere Stunden in den Einsatz eingebunden. Die Brandsicherheitswache konnte ihren Einsatz erst gegen 04.00 Uhr beenden.

Fragen ?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Pressesprecher der Feuerwehr Alsdorf

Brandmeister Christoph Simon

02404 / 913310

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